Notizen aus dem Zuhörer-Alltag
Hier gebe ich Einblicke in mein neues Angebot nach japanischem Vorbild. Begleiten Sie meinen Weg als 75-jähriger Gründer beim hauptberuflichen Zuhören.

Zwei Wochen nach Start: Erstes Gespräch per WhatsApp
Selbst ich war überrascht: Nur zwei Wochen, nachdem ich diese Webseite gelauncht hatte, erhielt ich eine WhatsApp-Nachricht: „Können wir sprechen?“
Noch am selben Abend saß ich ungestört und voller Erwartung vor dem Rechner. 18:00 Uhr – pling. „Hallo, können Sie mich hören und sehen?“ – „Ich Sie auch.“ „Ich bin Hans-Werner. Und Sie sind tatsächlich mein erster Zuhör-Fall.“
„Und ich bin A.“, sagte die Frau, deren Gesicht bereits verriet, dass gerade etwas nicht stimmte ...
Eine Stunde und 45 Minuten später verabschiedeten wir uns. Mein Rat an sie: „Wenn Sie jetzt Ihren Laptop zuklappen, gehen Sie unbedingt noch am Spiegel vorbei. Und versuchen Sie, das Lächeln, das in Ihr Gesicht zurückgekehrt ist, festzuhalten.“
Was für ein Auftakt.

Wenn einen die Idee nicht mehr loslässt...
Jungunternehmer mit 74,98 Jahren? Warum eigentlich nicht. Ende Oktober 2026 gehe ich rein rechnerisch das letzte Viertel meines ersten Jahrhunderts an. Zehn Jahre nach Renteneintritt werde ich also zum zweiten Mal in meinem Leben Gründer. Warum eigentlich nicht? Was spricht dafür: Ideenreichtum, Lebenserfahrung, Mut zum Machen, Flexibilität, Gesundheit, Freude an Gesprächen... Was spricht dagegen? Eigentlich nicht viel. "Zeit zum Zuhören" lädt Sie ein, sich mit mir auf eine solche Bank zu setzen oder gemeinsam einen Kaffee zu trinken oder gemeinsam ins Museum zu gehen. Oder, oder, oder.

Die ersten Tage DANACH
Ein Startup im Seniorenalter zu gründen, wirft Fragen auf – bei Bekannten, aber vor allem bei einem selbst. Die Resonanz auf »Zeit zum Zuhören« schon in den ersten Tagen vor allem von Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern hat mich überwältigt (siehe Referenzen) .
Sie zeigt, wie groß der Bedarf an ehrlichem Austausch auf Augenhöhe in unserer Gesellschaft ist. Wenn Sie sich in Umbrüchen befinden oder einfach Ballast loswerden möchten, lade ich Sie ein, dies bei einem persönlichen Treffen mit mir zu teilen.

Japaner "erfindet" Zuhören
Ein junger Mann aus Japan, der diesen Service als Erster ins Leben gerufen hat und dutzende andere wie Herr Nishimoto (Video von AFP), inspirierten mich dazu, Menschen zunächst im Großraum Berlin persönlich und beruflich ein offenes Ohr zu schenken.
Zuhör-Service seit Oktober 2026
Als Gründer von „Zeit zum Zuhören“ habe ich mein Angebot mit etwas modifiziertem Konzept im Oktober 2026 gestartet. Einer meiner neuen Schwerpunkte ist beispielsweise Biografiearbeit. Mein Name ist Hans-Werner Oertel, und ich arbeite seit 1977 als Journalist. Doch im Mittelpunkt steht hier nicht mein Beruf, sondern das, was er mich gelehrt hat: aufmerksam zuzuhören, gezielt nachzufragen und auch komplexe Themen zu verstehen. Dazu gehört ebenso, sich selbst zurückzunehmen, Zusammenhänge einzuordnen und Verbindungen sichtbar zu machen.
Lebenserfahrung als Dienstleistung
Diese Fähigkeiten, verbunden mit Lebenserfahrung, machen für mich einen guten Zuhörer aus. Wenn Sie meine Meinung hören möchten, teile ich sie als persönliche Einschätzung – nicht als Anleitung oder gar als Wegweisung. Offen, direkt und ehrlich.
Unser Alltag ist oft hektisch. Nicht selten fehlt jemand, der einfach zuhört. In vielen Gesprächen habe ich gelernt, geduldig und ohne vorschnelle Urteile zuzuhören. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie befreiend es sein kann, sich auch einem fremden Menschen anzuvertrauen.
Wenn Sie spüren, dass ein solches Gespräch gerade jetzt das Richtige für Sie sein könnte, freue ich mich, von Ihnen zu hören.